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Samstag, 21. Dezember 2013

Samstag, den 21. Dezember

Sitze am Computer nach meinem morgendlichen Strandspaziergang, Sonne scheint, Himmel blau, warm; so weit: geht doch, Sommer in Südafrika! Ein zarter Nebel schwebt über dem Himmel.
Gestern war ein Freitag, wie er im Buche steht. Viele haben jetzt Sommerurlaub, in der Jungs WG wartete Stacy auf mich, die mich zu einer Verkaufsausstellung einer Kollegin mitnehmen wollte. Ab ins Minibus-Taxi, in die Innenstadt, zum Bo Kaap, da, wo die bunten Häuser sind.
Wir fanden zwar die Verkaufsausstellung aus unerfindlichen Gründen nicht, aber dafür einen großartigen Gewürzladen im moslemischen Viertel, viele indische Gewürze zu äußerst günstigen Preisen, und die köstlichen Gerüche gab's kostenlos.
Zurück in Sepoint, wurde es langsam Zeit für den geplanten Sundowner. Den lasse ich mal kommentarlos an euch vorbei ziehen.
Wir fuhren mit dem Auto nach Clifton, und dann...















Ja, soooooo schön, und abends dann gekocht und ins Wohnzimmer gesetzt bzw auf den Balkon mit einigen begabten Musikern, die ihr Können zum Besten gaben, und Besuch aus dem United Kingdom, junge Südafrikaner, die in UK leben und zu Weihnachten nach Hause kommen.
Heute morgen geht's auf diverse Weihnachtsmärkte. Temperatur, moderat sommerlich, sehr passend!
Liebe Grüße
eure Anna

Dienstag, 3. Dezember 2013

Dienstag, den 3. Dezember 2013

So, schon wieder eine Weile vergangen, jetzt bin ich schon eine Woche hier!
Sitze in meinem neuen Zimmer, bin umgezogen in das Gebäude gegenüber von Fritz. In eine lustige WG, Benny und Alta. Alta ist Yogalehrerin. Hab jetzt den Meeresblick vom Bett aus.


 und den Bergblick zur anderen Seite:





Ja, hast du sehr gut gemacht, Fritz!! Toll toll toll! jetzt kann ich immer mal rüber hüpfen zu euch.
Heute ist es bewölkt, mal ganz angenehm. Morgens mache ich immer schon einen Gang/walk, am Meer. Das ist ein großer Genuss, morgens schon Luft, Meer und Berge zu genießen.
das war gestern abend

 Letzten Sonntag war Bilderbuchwetter und es sollte nach Hout Bay zum Market gehen.













Danach gings noch an den Strand:



und die Rückfahrt:




Auf dem Markt war es sehr bunt. Kunsthandwerk, Kleidung, leckeres  Essen usw.. Eine Brass Band spielte schräge Musik, ein silbern gefärbter Comedian machte Marktbesucher nach und tat das so lange, bis er etwas Geld bekam. Es sah sehr lustig aus. Wir aßen etwas, Asian lecker food und anderes.  Danach setzten wir uns noch eine Weile an den Strand, wo eine richtig frische Brise wehte.
Jade, Fritz' Freundin, erzählte mir von ihrem Job. Sie ist Managerin der Filiale einer Kleidungs-Kette, muss sechs Tage die Woche arbeiten, von acht Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags, dazu braucht sie sowohl morgens als auch abends noch mindestens eine Stunde von A nach B, meistens fährt sie mit dem günstigen Minibus-Taxi. Ein Tag frei, der Sonntag halt. Studiert hat sie eigentlich Film, auf der Filmhochschule in Kapstadt, auf der auch Jonas, Fritz' Mitbewohner, Regie studiert hat.
Jade meint, es gebe kaum Jobs in der Film-und Fernsehbranche, es sei sehr schwer, etwas zu bekommen. Jonas schlägt sich mit Medienproduktion, hauptsächlich Videos, durch.
 Ja, es ist natürlich nicht leicht, hier einen Job zu finden, wie überall. Am besten, meint Jade, verdient man in der Immobilienbranche, oder natürlich im Finanz Sektor.
Das kann ich mir vorstellen, wenn man sich die Paläste hier anguckt.
Fritz hat gerade ein Video gedreht für Bekannte, die als Makler eine Wohnung in Sea Point verkaufen wollen, ca 50m2, Meeresblick, Pool. 3 Mille Rand, d.h. ca 250 000 €. Na, schon ordentlich, was?
Am Montag sollte es eine Demo geben gegen Wohnungsnot und überhaupt dagegen, dass die Regierung nichts für die Armen in den Townships und Flats (das sind die Stadtbezirke, in denen die "Coloured", also die gemischt Schwarz-Asiatische Bevölkerung wohnt) unternimmt. Patricia de Lille, die Oberbürgermeisterin, hat sie verboten. Mal sehen, wie es weiter geht. Dass gegen die Armut protestiert wird, ist meiner Meinung nach mehr als überfällig.
Wie es heißt, früher war es die Apartheid, heute herrscht Kapitalismus pur. Es hat sich nicht viel geändert. Was nützt es, wenn man zwr überall hin darf, aber es nicht bezahlen kann.
Am Abend sind die jungen Leute noch auf den Lion's Head (der spitze Berg, den man auf den Fotos sieht), geklettert. Mach ich demnächst auch, aber ich hab ja Zeit. Die beiden Hamburger sind schon im Stress, nur noch fünf Tage, und noch einiges vor, z.B. 
Sky Diving, Fallschirmspringen (im Tandem mit erfahrenem Springer). Na dann! Bis bald,
eure Anna